Der Umsetzungsplan der UNESCO im Überblick
Wir stehen vor der grossen Herausforderung, nachhaltiges Denken und Handeln weltweit zu entwickeln und zu stärken, zu verbreiten und dauerhaft zu verankern.
2004 verabschiedeten die Vereinten Nationen den von der UNESCO vorgelegten Rahmenplan zur Umsetzung der DBNE. Seit August 2005 liegt dieser in einer überarbeiteten Version vor. Dieser Plan sieht vor, dass regionale Strategien etabliert werden. Für Europa und Nordamerika hat die UNECE eine Strategie ausgearbeitet, welche die Schweiz in Vilnius 2005 angenommen hat.
Die UNESCO-Mitgliedsstaaten und deren Nationalkommissionen bemühen sich, den Umsetzungsplan zu fördern und ebenso bekannt zu machen wie die Strategie von Vilnius, welche die Schlüsselbereiche nachhaltiger Entwicklung auflistet, lokale, nationale und internationale Akteure identifiziert und Umsetzungsstrategien vorschlägt.
Der Rahmenplan in Kürze
1. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
1. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
In einem ersten Abschnitt wird der Begriff "BNE" erläutert. Danach werden die Akteure identifiziert und deren Netzwerke aufgezeigt. Gleichzeitig soll durch die Schaffung eines öffentlichen Bewusstseins für Nachhaltigkeit der Begriff "BNE" verankert werden. Insgesamt strebt die UNESCO die Anhebung der Bildungsqualität an; dieses Ziel soll auch durch die qualifizierte Ausbildung von Expertinnen und Experten gefördert werden.
Methodisch muss BNE vielfältig, lösungsorientiert und interdisziplinär ausgerichtet sein. Sie soll den Lernenden Raum für eigene Entscheidungen und Selbstorganisation ihres Lernens geben.
2. Akteure und Strategien
2. Akteure und Strategien
Die Regierungen sind für die Entwicklung von politischen Strategien und der Schaffung von Rahmenbedingungen verantwortlich. Durch Öffentlichkeitsarbeit und Massnahmen werden die Ziele der DBNE im Bildungssystem verankert. NROs beraten die Regierungen und schaffen ein öffentliches Bewusstsein, indem sie als Mediatoren zwischen Regierungen und Bevölkerung fungieren. Die Wirtschaft hat die Aufgabe, unternehmerische Initiativen und neue Managementmodelle für Nachhaltigkeit zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren. Eine besondere Rolle wird als Trägern von Forschung und Lehre den Universitäten zugesprochen.
Sieben Strategien sollen zur BNE führen:
- Bewusstseinsbildung und Bürgerinformation unter Einbeziehung der Medien
- Einbeziehung der Bevölkerung in Entscheidungsprozesse
- Auf- und Ausbau von Partnerschaften und interdisziplinären Netzwerken
- Aus- und Aufbau von Kapazitäten und Training für alle Partner und Akteure
- Förderung und Nutzung von Wissenschaft und Technologie
- Einsatz der Neuen Medien im Hinblick auf Wissensökonomie, E-learning und die Erleichterung des globalen Dialogs.
- Überprüfung und Bewertung der Ergebnisse
3. Umsetzung and Evaluation
3. Umsetzung and Evaluation
Auf nationaler Ebene sollen die Regierungen konkrete Zielvorstellungen entwickeln und diese in Zusammenarbeit mit allen relevanten Institutionen umsetzen. Für die Umsetzung der sieben Strategien (siehe Akteure und Strategien) der DBNE empfiehlt die UNESCO die Errichtung einer zentralen Koordinationsstelle und die Schaffung von verschiedenen Beratungsgruppen.
Auf lokaler Ebene sollen Behörden, unterstützt von NROs, kommunalen Einrichtungen und Expertinnen und Experten Probleme identifizieren und gemeinsam nachhaltige Lösungen finden. Die UNESCO legt dabei auf den Einbezug benachteiligter Gruppen besonderen Wert.
Die regionale Ebene dient vor allem dem Vergleich und dem Austausch von Erfahrungen; Ziel ist eine möglichst enge regionale Zusammenarbeit.
Auf internationaler Ebene sind die Akteure internationale Organisationen sowie deren Spezialausschüsse.
Die Hauptaufgaben auf internationaler Ebene liegen in der:
- Mobilisierung des gemeinsamen politischen Willens
- Schaffung einer internationalen Plattform, durch die die Herausforderungen, der Fortschritt und die Auswirkungen von BNE sichtbar gemacht werden
- Schaffung strategischer Partnerschaften
- Mobilisierung von Ressourcen
- Sicherstellung, dass Bildung eine ständige Priorität auf der internationalen Agenda bildet
- Förderung internationalen Austauschs
- Beobachtung und Überprüfung des Verlaufs der DBNE
4. Das internationale Programm der Dekade
4. Das internationale Programm der Dekade
Siehe S. 43ff im Rahmenplan vom Oktober 2004.

de